Wir streben nach gemeinschaftlichen Wohnungen, Gärten und Arbeitsplätzen nach eigenen Vorstellungen.

Wir sorgen für lebendige Nachbarschaft und können dabei zu einem positiven Beispiel jedes Dorf- oder Stadtentwicklungsgebietes werden.

Bis unsere Baugemeinschaften ihr fertiges Zuhause beziehen, ist jedoch ein spannender Weg zurückzulegen. Wie dieser aussieht?

Hier einige Erfahrungsberichte:

 

 
 
 

Von der Idee "Leben in Gemeinschaft" begeistert

  Jan und Frank  #Bewohner einer Wohngemeinschaft

Jan und Frank
#Bewohner einer Wohngemeinschaft

"Wir waren schon länger auf der Suche nach einer Eigentumswohnung, diese waren uns jedoch immer zu teuer. Über Internetrecherche sind wir dann auf eine tolle Baugruppe gestoßen und waren, als wir wussten worum es geht, bald von der Idee einer Wohngemeinschaft begeistert. Dass sich schon im Vorfeld alle Nachbarn kennen und schätzen lernen und ähnliche Vorstellungen entwickeln, ist etwas Besonderes. Auch beim Planungsprozess waren wir uns zumeist einig gewesen. Wir wurden da gut durchgeführt. Immerhin ist es unser eigenes Geld, das wir hier eigenverantwortlich verbaut haben." Jan und Frank


Neue Formen des Zusammenlebens

  Ernst  #Baugruppenexperte

Ernst
#Baugruppenexperte

"Das Prinzip Baugruppe ist ein erprobtes Mittel, um Wohnraum abseits von Standardprogrammen zu errichten. Baugruppen werden heute als Motoren der Stadtentwicklung erkannt, weil sie sich etwas trauen und die Möglichkeit haben, Dinge anders zu machen, Standardpfade zu verlassen. So entstehen neue Formen des Zusammenlebens, innovative und individuelle Lebensräume. Zudem werden gerade in der Erdgeschoßzone auch die Nachbarschaft aufwertende Gewerbeflächen oftmals ebenso selbstverständlich integriert wie Gemeinschafts- und Kulturangebote." Ernst


Wir planen unseren Garten selbst

  Ella  #zukünftige Bewohnerin eines Generationenwohnprojektes

Ella
#zukünftige Bewohnerin eines Generationenwohnprojektes

"Ich finde es super, dass ich hier schon Freunde gefunden habe, obwohl wir noch gar nicht eingezogen sind. Wir planen unseren Garten für Kinder selbst. Das macht richtig Spaß! Und ein Baumhaus werden unsere Eltern auch mit uns bauen."
Ella, 6 Jahre


Es braucht Geduld, Zuversicht und Offenheit

  Christine  #Mitinitiatorin und Bewohnerin des Pionierprojektes Sargfabrik, das Ende der 80er-Jahre in Wiens entstand. Es ist eine alternative, gemeinschaftliche Wohnform, die für viele Baugruppen bis heute als Vorbild dient.

Christine
#Mitinitiatorin und Bewohnerin des Pionierprojektes Sargfabrik, das Ende der 80er-Jahre in Wiens entstand. Es ist eine alternative, gemeinschaftliche Wohnform, die für viele Baugruppen bis heute als Vorbild dient.

"Wir haben so lange über Details debattiert, bis jeder Einzelne einverstanden war. Manche Leute schlagen die Hände über den Kopf zusammen, wie furchtbar lange so ein Prozess dauert. Aber wir haben uns die Zeit genommen, und ich glaube, dass die Qualität heute noch spürbar ist. Es wurde die Ausrichtung der Baugruppe festgelegt, welche Gemeinschaftsbereiche zu planen sind. Von der Energieversorgung bis zu den Grundrissen der Einheiten wurde diskutiert. Es bildeten sich themenbezogene Arbeitsgruppen. Geduld, Zuversicht und Offenheit mußte man auf jeden Fall mitbringen. Es war und ist auch ein persönlicher Entwicklungsprozess - ein Reden und Zuhören, Zurückstecken lernen, Abstriche machen, aufeinander Zugehen."


Von Grund auf individuell entwickeln

  Arnold  Von Grund auf individuell entwickeln #Planer und zukünftiger Bewohner eines gemeinschaftlichen Wohnprojektes

Arnold
Von Grund auf individuell entwickeln
#Planer und zukünftiger Bewohner eines gemeinschaftlichen Wohnprojektes

„Drei Jahre Lebenszeit investiert man als Planer in ein solches Projekt. Das ist nicht für jeden geeignet. Ein solcher Umbau oder Neubau wird von Grund auf individuell entwickelt, und zwar in allen Phasen gemeinsam mit den zukünftigen Bewohnern. Man lernt sich kennen. Für viele macht aber genau das den Reiz aus. Die Qualität ist eine ganz andere als man es von den üblichen Wohnbauten kennt. Da geht es auch um die Nachbarschaftsentwicklung im ganzen Grätzel.“


Man lernt irrsinnig viel

  Norman  #zukünftiger Bewohner eines Eigentum bildenden Wohnprojektes

Norman
#zukünftiger Bewohner eines Eigentum bildenden Wohnprojektes

„Auch wenn der Vorteil einer Baugruppe ist, dass man Haus und Wohnung nach seinen Wünschen gestalten kann, müssen Grundsatzentscheidungen in der Gruppe getroffen werden. Von der Nutzung der Gewerbe- und Gemeinschaftsflächen bis zur Aufteilung des Gartens über die Zimmerhöhe und die Finanzierung des Hauses. Solche Entscheidungsfindungen sind zuweilen auch anstrengend, weil die Wohnungen nachher Eigentum sind und die Projektpartner die zukünftigen Nachbarn darstellen. Eine Partei ist im Lauf des Prozesses schon ausgestiegen. Auch wir wollten schon aussteigen, aber die Zwischenerfolge und die Aussicht auf das Ergebnis hätten ihn und seine Frau freilich davon abgehalten. Man lernt irrsinnig viel.“


Wir konnten uns das gar nicht vorstellen...

  Christine und Felix  #zukünftige Bewohner eines gemeinschaftlichen Wohnprojektes

Christine und Felix
#zukünftige Bewohner eines gemeinschaftlichen Wohnprojektes

„Wir wohnen immer noch in einem schrecklichen Wohnbau - aber nicht mehr lange! Vor einem Jahr dachten wir noch, ein Haus im Grünen wäre das einzig richtige für uns. Wir hatten schon zwei uns völlig überfordernde Baumessen besucht und nach Zufallsprinzip einen Fertigteilhaushersteller aufgesucht. Wir waren auf Grundstücksuche. Dann fiel uns ein Buch über Nachhaltigkeit in die Hände. Uns wurde klar, dass wir viel Zeit in dann notwendigerweise zwei Autos und mehr als jetzt schon in der Arbeit verbringen müssten, um unseren Traum vom Einfamilienhaus finanzieren zu können, und dass unterm Strich wenig Zeit für uns und unsere Kinder bleiben würde. Wir mussten etwas finden, dass unserer Arbeit, unseren Schulen und unseren Freunden nahe war. Aber bei den Grundstückspreisen war das in einem Einfamilienhaus in unserer Stadt nicht möglich.

Freunde brachten uns auf die Idee, uns mal eine Baugruppe anzusehen. Wir konnten uns überhaupt nicht vorstellen, dass es auch tolle Geschoßwohnbauten geben könnte, die wir sogar selbst mitgestalten könnten! Nach einem Erstgespräch und der Probeteilnahme an Baugruppentreffen ging es vor allem darum, ob wir miteinander können. Inzwischen sind wir der Baugruppe, einem Verein, beigetreten, weil wir uns die von uns mitgestaltete, individuelle Wohnung finanziell tatsächlich leisten werden können, aber auch, weil unsere Gruppe gemeinsam auf bessere Ideen kommt als ein Bauherr allein. Auch das Team, das uns begleitet, führt uns Schritt für Schritt von einer Projektphase in die nächste. Es ist nicht immer leicht, aber die unterschiedlichen Fähigkeiten aller Beteiligten, machen das Projekt schon spannender und realistischer. Man muss einfach echtes Interesse an der Idee haben, bereit sein, Zeit, die einem nicht bezahlt wird, zu investieren. Das ist letztlich auch die Grundvoraussetzung für neue Vereinsmitglieder, die laufend aufgenommen werden. Immerhin sollen in einem Jahr, mit Einzug in das neue Zuhause, langfristig auch alle gemeinschaftlichen Einrichtungen gut genutzt werden.“


Wir kommen ohne Mehrheitsbeschlüsse aus

  Konrad  #zukünftiger Bewohner eines Generationenwohnprojektes

Konrad
#zukünftiger Bewohner eines Generationenwohnprojektes

„Ich bin schon etwas älter und war auf der Suche nach Gemeinschaft. Mein Einfamilienhaus, das ich alleine bewohnte, verkaufte ich. Ich bin bei einem Baugruppenprojekt ausgestiegen, weil es mir zu langsam ging und keinen Horizont sah. Dann stieg ich durch Freunde bei einem anderen Baugruppenprojekt ein. Der Projektleiter vermittelte uns von Anfang an, wo wir standen und was uns erwartete, wann welche Experten sinnvoll ins Projekt zu holen wären. Ein Steuerberater und ein Rechtsanwalt erklärten uns beispielsweise, welche Rechtsformen welche Abhängigkeiten und Risiken mit sich brächten, welche letztlich für uns die sinnvollste wäre, und zusammen mit einem Finanzberater fanden wir letztlich unsere passende Finanzierungsform. Wir fanden einen Car-Sharing-Partner. Ein Baubiologe beriet uns, wie wir schadstoffarm bauen könnten. Das brauchte alles seine Zeit. Mit den Planern konnten wir die Kontrolle über Termine, Kosten und Qualitäten bewahren. Aber auch welche technischen, wirtschaftlichen und rechtlichen Konsequenzen eine scheinbar kleine Veränderung im Grundriss mit sich bringt erkannten wir kürzlich. Wohnbau ist komplex. Wir alle brauchen einen steten Überblick über das Gesamtgeschehen, sonst macht so ein Beteiligungsprozess keinen Sinn. Laufend kommen neue zukünftige Mitbewohner dazu. Auch sie werden rasch in den Prozess eingebunden. Wir wollen die Empfehlungen der Planer nicht einfach umsetzen oder abwinken, sondern erst mal die Herausforderungen verstehen und dann entscheiden. Unser Moderator wendet eine Methode an, bei der Entscheidungen nicht durch einen Mehrheitsbeschluss getroffen werden, sondern durch Argumente ohne schwerwiegende Einwände. Wir sind in Regelkreisen organisiert. Das klappt sehr gut.“


Wohnheim als adäquate Rechtsform

  Georg  #Jurist #Gesellschafts- und Immobilienrechtsexperte

Georg
#Jurist #Gesellschafts- und Immobilienrechtsexperte

„In Wien wurden bereits namhafte Baugruppenprojekte als Wohnheime errichtet. Die Rechtsform ist für deren Idee die adäquateste. Anstelle von Miet- werden Nutzungsverträge vergeben. Der Verein, der dafür gegründet wird, besitzt und verwaltet das Haus, seine Mitglieder übernehmen einen Grund- und Eigenmittelanteil. Zieht man aus, fällt die Wohnung an den Verein zurück, der Anteil wird retourniert. Zu zahlen sind meist das Wohnbaudarlehen und

die Betriebskosten. Beliebt ist dies deswegen, weil die Förderung u. a. auch Gemeinschaftsflächen berücksichtigt und andere Mobilitätskonzepte ermöglicht. Es ist auch ein Konstrukt, das Spekulation verhindert.“


Das Rad muss nicht neu erfunden werden

  Susanne  #Bewohner eines Baugruppenprojektes

Susanne
#Bewohner eines Baugruppenprojektes

„Die Warteliste ist lang. Zwar ist das Angebot an Baugruppen mittlerweile gestiegen, dennoch gibt es leichtere Optionen, ein neues Zuhause zu finden.

Die Zeiten haben sich jedenfalls verändert. Die Menschen arbeiten mehr und haben weniger Geld. Viele können es sich nicht leisten, ewig in Arbeitskreisen zu sitzen. Hier bieten Prozessbegleiter und auf partizipative Prozesse geschulte Teams genau die Hilfestellung an, die gebraucht wird. Sie beschreiben die Prozesse und begleiten die Gemeinschaften bis zum Einzug in ihr neues Zuhause und auch darüber hinaus. Das Rad muss nicht neu erfunden werden. Man muss nicht alles selbst erlernen und dann erledigen. Und niemand soll an einem zu großen Aufwand scheitern. Es geht ja auch effektiv und effizient – dank professioneller Begleitung."


Ziele frühzeitig klären

  Silvia  #Bewohnerin eines Wohnprojektes

Silvia
#Bewohnerin eines Wohnprojektes

„Am Anfang stand die Klärung unserer ganz persönlichen Ziele. Wir mussten uns dabei schrittweise klar über den für uns richtigen Weg werden. Ein Grundstück gab es. Aber war es zentral genug und entsprach es dennoch dem Wunsch nach Grünem? Mieten oder kaufen? Bauträger oder Baugruppe? Gemeinschaftswohnprojekt oder Baugemeinschaft? Beim Prozess der Gruppenbildung war die Frage einer realistischen Selbsteinschätzung der einzelnen Beteiligten enorm wichtig. Anders als wir dachten, war diese Frage viel entscheidender, als die der Rechtsform und die Finanzierung. Ein Team von Prozessbegleiterin, Finanzierungsexperten, Rechtsanwalt, Fachplanern, Baubetreuern und anderen Fachleuten führte uns Schritt für Schritt durch die Projektphasen.“


Möchtest auch du über deine Erfahrungen berichten? Schreib uns! Wir freuen uns über deine Gedanken, Eindrücke und Erlebnisse.

 
 

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